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Flugwerk, Deutsche Oper am Rhein | [:: mehr Bilder] |
Hintergrund:
Flugeinrichtungen im Veranstaltungsbereich sind Maschinentechnische Anlagen gemäß BGV C1. Damit ist das Verfahren der Sachverständigenprüfung nach GUV 66.15 vorgegeben. Als Bauteil mit nicht vorwiegend ruhender Beanspruchung ist nach DIN 18 800 -7 der große Schweißnachweis Voraussetzung für die Abnahme der ausgeführten Schweißnähte. Mit diesem Hintergrund beauftragte die Deutsche Oper am Rhein das that, eine Flugeinrichtung basierend auf dem Prinzip des Münchner Flugwerks zu entwickeln.
Die Beauftragung beinhaltete die handhabungsgerechte Konstruktion, die Bauteilberechnung sowie die Organisation und Begleitung von Fertigung und Prüfung einer Kleinserie. Die Flugeinrichtung ist vom TÜV-Nord systemgeprüft und kann unproblematisch nachgeliefert werden. Die Vertriebsrechte der Flugeinrichtungen wurden vom that übertragen auf M. Nottelmann, Marienthaler Straße 35, 20535 Hamburg.
Prinzip:
Personen und Gegenstände können mit der Flugeinrichtung unter Einsatz geeigneter Anschlag- und Personenaufnahmemittel horizontal bewegt werden. Als Laufschiene dienen übliche Laststangen aus Rundrohr mit einem Durchmesser von 60,3 mm (mit verschweißten Laschen für die Seilendverbindungen) oder Leiterträger von Prospektzügen. Die vertikale Bewegung wird über die Laststangen mit den Prospektzügen ausgeführt.Damit steht dem Nutzer eine flexible und kostengünstige Einrichtung zur Verfügung, die die im Theater vorhandene Obermaschinerie optimal ausnutzt.
Traglast:

Merkmale:
Hohe Flexibilität und geringe Einrichtzeit durch die Nutzung der Laststangen als Laufschiene. Keine Laufgeräusche durch die Verwendung von Vulkollanrollen als Laufrollen und Parabolpuffern an den seitlichen Fahrbegrenzungen. Bedienungsfreundlich durch klemmbare Seilumlenkblöcke und kugelgelagerte Seilumlenkrollen. Funktionssicherheit durch solide Konstruktion und Prüfung durch einen ermächtigten Sachverständigen. Bedienungssicherheit durch kurzgefasste anschauliche Einrichtungs- und Bedienungsanleitung.
Projektdaten:
Beauftragung: November 2002
Inbetriebnahme: Juli 2003
Auftraggeber: Deutsche Oper am Rhein